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Arbeitslosenquote in Deutschland so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr

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Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im Jahr 2011 bei durchschnittlich 7,1 Prozent.

Damit waren im Jahres- und Landesdurchschnitt weniger als 3 Millionen Menschen arbeitslos, noch weniger gab es zuletzt 1991, also vor nunmehr 20 Jahren.

Zwar stieg die Arbeitslosigkeit bundesweit im Dezember um 0,2 % im Vergleich zum November 2011 auf 6,6 %, allerdings waren es 231.000 Arbeitslose weniger als noch im Dezember 2010.

Niedrige Arbeitslosenquote durch Trickserei

Überschattet wird die niedrigste Arbeitslosenzahl seit 20 Jahren von einer Trickserei, die ihren Anfang in einer 2008 eingeführten Regelung nahm.

Diese Regelung sorgt dafür, dass arbeitslose Hartz-4-Empfänger über 58 Jahren, die mindestens 1 Jahr lang kein sozialversicherungspflichtiges Stellenangebot durch die Bundesagentur für Arbeit erhalten haben, nicht als arbeitslos gelten.

Dies betrifft bundesweit immerhin über 104.000 Menschen.

Es stellt sich bei dieser Regelung die dringende Frage, ab wann man als arbeitslos gilt? Reicht eine fehlende Arbeitsmöglichkeit und der Bezug von Sozialleistungen nicht mehr aus, um als arbeitslos zu gelten?

Arbeitslosenquote Hettstedt

Demnächst wird die Bundesagentur für Arbeit wohl auch die Arbeitslosenzahl Hettstedt bzw. Mansfeld-Südharz bekannt geben.

Laut Statistik ist vielleicht sogar eine Senkung der Arbeitslosenquote möglich, was aber wohl eher an der Demografie in Hettstedt liegen dürfte.

Immer mehr alte Menschen und bestimmt auch eine wachsende Anzahl von Personen zwischen 58 und 65, die seit mindestens einem Jahr Hartz 4 beziehen und kein Stellenangebot erhalten haben, drastisch gesunkene Geburtenraten und der Wegzug von jungen Menschen in die umliegenden Städte wie Halle, Magdeburg und Leipzig oder gar ganz in die alten Bundesländer, scheint die Lösung des Problems mit Hettstedts hoher Arbeitslosenquote zu sein.

Eine Möglichkeit für die Politik, diese Problematik auszusitzen, wurde doch in den letzten Jahren der demografische Wandel im Landkreis nur zu Gunsten der “Alten” berücksichtigt, ohne einen Blick auf die “Jungen” zu haben.

Treffen die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Mansfeld-Südharz zu, wird Hettstedt im Jahr 2030 wohl schon Fremdarbeiter holen müssen – es wird dann fast nur alte Leute geben und die jungen reichen nicht aus, um die unzähligen Arbeitsplätze in der Altenpflege zu besetzen.

 

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