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Bis 2025 ein besseres Hettstedt

Autokino Hettstedt vorbei – Zurück zum Programm!

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Das 1. Hettstedter Autokinoam 24. August 2012 war ein großer Erfolg, auch für die Organisatoren, doch in erster Linie für die Stadt.

Kam doch der gezeigte Film “Elsterglanz – Im Banne der Rouladenkönigin” durch die Hettstedter Facebook-Seite zu Stande, ohne das eindeutige Voting wäre wohl ein Film wie “American Pie” oder “Mission Impossible” gelaufen.

Oder, wie Herr Miche vom “Mitorganisatoren” Alte Druckerei Heise in einem MZ-Artikel meinte, ein Liebesfilm.

Glücklicherweise kam es aber anders, das Autokino war wie schon erwähnt, ein Erfolg, Zeit um zum Programm zurückzukehren!

Exakt so machte es nämlich Herr Miche gestern im Mansfeld-Museum bei dem Talk “Was ist Heimat” mit Tino Hanekamp deutlich.

Nachdem Herr Miche in seiner Wortmeldung nahezu endlose Werbung für Tino Hanekamps Werk “So was von da” machte, definierte er seinen Heimatbegriff.

Er sei seit vielen Jahren im Landkreis, immer mal in Sangerhausen, mal in Hettstedt, schließt nicht aus, irgendwann endgültig nach Sangerhausen zurückzukehren. Er würde feststellen, dass immer mehr Alte in ihre Heimat, nach Hettstedt zurückkehren würden und das wäre das, was so schön sei und wir brauchen würden.

Sicher, ja, für die Jugend, da hatten wir ja nun das Autokino, was ein toller Erfolg war, aber jetzt ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Alten sich hier wohlfühlen und in ihre Heimat zurückkehren könnten. Erreicht werden könne dies durch eine bessere ärztliche Versorgung und weitere Annehmlichkeiten.

Dann wäre die Region nicht dem Untergang geweiht, würde nicht aussterben.

Kopfschütteln …

Eine einzige, gemeinsame Aktion für die Jugend, die noch dazu mit überwältigendem Feedback angenommen wurde. Und nun ist es Zeit, wieder etwas für die Alten zu tun?!

Zumal, wenn ich mich recht erinnere, die Alte Druckerei Heise eher wenig mit der Organisation des Autokinos zu tun hatte, diese lief bereits, als die Druckerei dazustieß. Wer eins und eins zusammenzählen kann, dem ist schnell klar, dass ein gemeinnütziger Verein in einer solchen Planung in erster Linie zum Ausstellen von Spendenquittungen zuständig ist.

Es ist wirklich Schade und tut denen, die sich für ein junges Hettstedt engagieren, verdammt weh, wenn ein Verein, der unter anderem von der Stadt und Fördermitteln finanziert wird, es nicht einmal für nötig erachtet, am gleichen Strang zu ziehen, wie der Bürgermeister.

Kinder- und Jugendfreundlichste Stadt Sachsen-Anhalts…

heißt die Devise. Herr Miche, das hat sich unser Bürgermeister auf die Fahne geschrieben.

Traurig, dass bei allem, was in irgendeiner Art und Weise mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat, ständig der demografische Wandel als grund genannt wird, kein Geld zu zahlen.

Kitas trauen sich nicht, Anträge auf Fördermittel für eine energetische Sanierung zu stellen, weil dann geprüft wird, ob die Kita im Jahr 2025 noch mindestens 70 Kinder hat. Im Ergebnis sind die Gebäude im Sommer ständig überhitzt, während im Winter die Wahl bleibt zwischen stickiger Luft und Durchzug.

Andere Vereine, wie die Druckerei, die auf Grund des Durchschnittsalters der Mitglieder schon in 10 Jahren nicht mehr bestehen werden, müssen nur mit dem Finger schnippen und bekommen Geld.

Pflegekräfte und Friedhöfe …

Herr Miche als Vorsitzender der alten Druckerei Heise macht es sich (und dem Verein?) also zur Aufgabe, Hettstedt für alte Leute lebenswerter zu machen um soviele wie möglich zur Rückkehr in die Stadt zu bewegen.

Hoffentlich hat Herr Miche auch einen guten Plan, wie er den jetzt schon bestehenden Pflegenotstand in Hettstedt bekämpfen will. Ein Punkt, den offenbar niemand in Hettstedt ins Auge fasst, investiert doch ein Anwalt gerade eine Menge Geld in das ehemalige Amstgericht um dort ein Pflegeheim einzurichten.

Jedem Alten bleibt nur der gute Rat – geht nicht in ein Pflegeheim in Hettstedt. Denn über kurz oder lang wird es nicht mehr genügend Pflegekräfte für die ganzen Heime hier geben. Auch bei der letzten Ruhestätte dürfte es irgendwann sehr eng werden.

 

 

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