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Bis 2025 ein besseres Hettstedt

Freibad Hettstedt soll saniert werden

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Das in die Jahre gekommene Freibad Hettstedt bietet aus der Nähe betrachtet wahrlich keinen sehr schönen Anblick mehr.

Mittlerweile 80 Jahre hat das Freibad Hettstedt auf dem Buckel und fast genauso alt ist auch das langgezogene Holzgebäude mit Eingangsbereich. Einige Teile wie die Einzelumkleidekabinen mussten auf Grund des miserablen baulichen Zustandes bereits für die Publikumsverkehr geschlossen werden, weitere, noch in Benutzung befindliche Bereiche droht ebenfalls eine Schließung.

Die Stadt Hettstedt hat sich entschlossen, diesem Zustand ein Ende zu bereiten und, sofern der Stadtrat zustimmt, das Gebäude abzureißen und einen Neubau zu errichten.

Geldmangel verhinderte die Sanierung

In den letzten Jahren unternahm die Stadtverwaltung Hettstedt mehrfach Versuche einer Sanierung, was allerdings am fehlenden Geld scheiterte.

Das Aufbringen einer Photovoltaikanlage soll Abhilfe schaffen und den Neubau refinanzieren. Laut Bürgermeister Kavalier ist dies beim momentanen baulichen Zustand des Gebäudes nicht möglich, weshalb auch eine Sanierung außer Frage steht.

Baubeginn eventuell 2013

In Anbetracht der bevorstehenden Freibadsaison ist ein Baubeginn in diesem Jahr nicht mehr möglich. Also Zeit genug für die Planung des ganzen, im April sollen die Vorstellungen für einen Neubau bei der Bauausschusssitzung zur Diskussion gestellt werden.

Laut Kavalier setzt die Stadtverwaltung alles daran, die Bagger Anfang 2013 anrücken zu lassen und den Eingangsbereich vom Freibad Hettstedt neu zu bauen.

[Quelle: mz-web.de]

Eine Sanierung des Gebäudes steht dem Freibad Hettstedt und der Stadt Hettstedt sicher gut und ist in Anbetracht des baulichen Zustandes und der Nutzungsmöglichkeiten auch nötig.

Ob allerdings ein Abriss und kompletter Neubau finanziell gestemmt werden kann und Sinn macht, ist mehr als fraglich.

Die Refinanzierung einer Photovoltaikanlage (und nur der Photovoltaikanlage) dürfte unter heutigen Gesichtspunkten etwa 10 bis 15 Jahre dauern.

Beachtet man dann noch die Senkung der Einspeisevergütung des Solarstromes im Jahr 2013 um weitere 15%, wird sich diese im bereich von 21 bis 24 Cent pro Kilowattstunde bewegen, abhängig von der Größe der Anlage.

Da öffentliche Gelder zum Einsatz kommen, sind fachlich korrekte Wartungen der Anlage nötig, was relativ hohe laufende Kosten verursachen wird. Auch die Versicherung einer solch großen Anlage wird den Haushalt belasten.

Betrachtet man diese laufenden Kosten im Kontext mit einer Einspeisevergütung, die in den nächsten Jahren deutlich gekürzt werden wird, wird sich der Neubau wohl erst in 20 bis 30 Jahren refinanziert haben.

Nicht zu verachten ist schließlich zusätzlich zu den Abriss- und Neubaukosten auch der Kostenfaktor zur Anschaffung der Photovoltaik-Anlage, die sich schließlich auch noch refinanzieren muss.

Da im Jahr 2025 kaum noch 11.000 Menschen in Hettstedt wohnen werden, wird eine Refinanzierung des Freibades Hettstedt mit den bis dahin und darüber hinaus laufenden Kosten für die Wartung und den Betrieb der Photovoltaikanlage nicht mehr möglich sein.

Im Ergebnis steht dann eine Schließung des Freibades zur Debatte.

Eine Diskussion zum Thema “Freibad Hettstedt soll saniert werden” ist ausdrücklich gewünscht.

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